Wasilla - Tok

 

2 August 2009

Habe den Morgen über meine Ausrüstung gepackt

Gegen 14:00 haben wir mein Trike auf den Truck geladen. Bill & Terry werden mich bis hinter Glennallen zum Cuttoff nach Tok fahren, damit ich diese Strecke nicht noch einmal fahren muss.  

Gegen 19:00 kamen wir dort an. Ich verabschiedete mich von Bill & Terry.

Nach nur 600m hörte ich plötzlich ein Kling und die Kette am Trike war gerissen...

So ein Mist, ich habe mit der neuen Kette nur Ärger. Na was solls, den Kettennieter ausgepackt und schon nach kurzer Zeit konnte es weitergehen.

Es ging einige Anstiege hinauf aber die waren halb so wild. Ich konnte einige male die Berge sehen.

Prima, endlich mal kein Rauch in der Luft...

Nach ca. 3:23 Stunden, gegen 22:30 Uhr schlug ich mein Camp neben der Straße auf.  

Ich beeilte mich denn die NoSeeUms, kleine beißende Fliegen waren in Massen unterwegs.

Km 26.9

Reine Fahrzeit 2:39

Gesamtzeit 3:23

Zeit im Stand 0:44

Schnitt 10,1

Camp 22:30

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Sues geliebter 63 Thunderbird. Der T-Bird genannte Wagen gilt als einer der Klassiker des amerikanischen Automobilbaus. Er symbolisiert in den USA die 1950er und 1960er Jahre. Der Name „Thunderbird“ (englisch für  „Donnervogel“) steht für einen der am längsten in der Automobil- und Industriegeschichte durchgängig verwendeten Warennamen. Der 1963 V8 hat 6,4-Liter Hubraum und 340 SAE-PS ...  

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Der 63 Thunderbirs ist genauso alt wie ich ! 

 

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Mein Trike ist fertig gepackt und fertig zum Transport!  

 

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Gut das Terry einen großen Truck hat...  

 

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Der Matanuska River kurz hinter Palmer.

 

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Wieder ging es vorbei am Matanuska Gletscher.  

 

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Abschied von Terry & Bill.  

(Thank you so much for your help guy's !)  

 

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Immer wieder ging es vorbei am Matanuska River.
 

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Mt. Sanford  

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Mount Sanford ist ein Schildvulkan in den Wrangell Mountains. Mit 4949 m ist es der zweithöchste Gipfel der Bergkette und der dritthöchste Vulkan in den Vereinigten Staaten.  

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Mein Camp, wenigstens etwas abseits der Straße...  

 

3 August 2009

 

Die Nacht war schön ruhig gewesen, kaum Verkehr auf der Straße.

Bin gegen 11 Uhr losgefahren bei bestem Wetter, strahlender Sonnenschein, um die 30 Grad in der Sonne, kaum zu glauben diese Temperaturen diese Jahr in Alaska !  

Da sage mir noch mal einer es gibt kein Erderwärmung ...

Bei Christochina habe ich mir im Roadhouse eine Dose Root Beer gekauft. Schade das es dieses Getränk nicht in Deutschland gibt, oder weiß einer von Euch wo ich es dort bekommen kann?

Wenig später habe ich zwei Schweizer getroffen die einige Wochen im Yukon & Alaska mit ihren Rädern unterwegs sind. Echt nette Leute !

Die Landschaft ist super, immer wieder grandiose Ausblicke auf die Berge. Es geht immer schön auf und ab, aber die Steigungen halten sich in Grenzen.

Zwei Stunden später traf ich noch zwei Belgier die auch mit Räder unterwegs sind. Luc Stadtfeld und Bert Nuyts. Sie kamen gerade aus dem Yukon und bleiben noch bis September in Alaska, danach fliegen sie nach Asien und Australien & Neuseeland!

Gegen 21:00 baute ich meine Camp wieder neben der Straße auf.

Km 56.1

Reine Fahrzeit 6:11

Gesamtzeit 10:00

Zeit im Stand 3:49

Schnitt 9,1

Camp 21:00

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Endlose Straßen...  

 

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Die beiden Schweizer. Roland Schefer   

 

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Toni Morell
 

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Christochina River mit Mt Sanford im Hintergrund  

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So macht das Triken Spaß...   

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Belgier die auch mit Räder unterwegs sind.

Luc Bert Nuyts.   

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Ich kann Euch sagen das Triken in Alaska ist sehr , sehr anstrengend...  

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Zwar wieder neben der lauten Straße, aber mit schönen Ausblick auf Mt. Stanford.   

 

4 August 2009

Ich konnte die letzte Nacht kaum schlafen.

Irgendwie wurde ich erst gegen 3 Uhr morgens müde und als ich endlich eingeschlafen war weckte mich jede Stunde ein Laster der vorbei raste ...

Ich startete um 10:00 Uhr.  

Kaum geschlafen und Hunde müde setzte ich mich auf das Trike und fuhr los.  

Heute morgen war wieder Rauch aufgezogen und die Berge waren darin verschwunden.  

Kaum 20 Km kam ich als das Trike sich plötzlich sehr schwer fahren lies. Der Fehler war schnell gefunden.  

Ein Glassplitter war bis zum Schlauch vorgedrungen. Also alles Gepäck abgebaut und dann das Trike mit Holz auf aufgebockt, Rad ausbauen Schlauch und Mantel gewechselt und wieder alles zusammengebaut.  

Und das bei brütender Hitze. Zu allem Übel streikte die Luftpumpe auch noch, die musste ich auch noch reparieren....

Die Landschaft war sehr schön, wenn ich sie denn sehen konnte.  

Viele kleine Seen und Berge. Aber auch ein stetiges auf und ab...

Nach genau 49.9 Km baute ich mein Camp um 20:35 neben der Straße auf, aber diesmal war wenigstens ein klarer Bach (Bartell Creek) daneben.  

Ich konnte mich wenigstens etwas waschen und Wasser zum trinken war auch genug da, und das sogar herrlich kalt.  

Man war ich froh das ich den Handwasserfilter hatte... 

Km 49,9
Reine Fahrzeit 6:41
Gesamtzeit 10:35
Zeit im Stand 3:19
Schnitt 7,5
Camp 20:35  
 

 

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Am nächsten Morgen war nichts mehr zu sehen vom Berg, der Rauch der Feuer hat ihn eingehüllt...

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Kerzengerade ...

 

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   So langsam bin ich den Rauch leid.

 

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Ein Plattfuß, beim Trike ein etwas größerer Aufwand ...

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Der Rauch lichtete sich etwas...

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Endlich mal wieder ein Camp mit einem Fluss in der Nähe !  

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Genug Wasser zum Baden und zum Trinken. Auf so einer Reise merkt man immer wieder wie wichtig Wasser ist !  

Zuhause macht man sich darüber eigentlich nie Gedanken...

5 August 2009

 

Bin gegen 5 Uhr aufgewacht, Regentropfen prasselten auf das Zelt. Ich habe das Trike noch einmal kontrolliert, ob auch alles wasserdicht verschlossen ist.  

Da ich nun schon mal wach war ging ich zum Fluss um etwas Wasser zu filtern, dort angekommen sah ich auf der anderen Seite keine 20 Meter von mir entfernt einen Elch der mich genauso verwundert anschaute wie ich ihn...

Es lag wieder viel Rauch in der Luft, trotz der gelegentlichen Regenschauer. Ich legte mich noch einmal ins Zelt um abzuwarten ob sich das Wetter besserte.  

Gegen 10:00 Uhr fuhr ich in Richtung Tok los.  

Es war wieder ein stetiges auf und ab und es war wieder extrem warm, kaum ein Luftzug und die Landschaft war in dichtem Rauch gehüllt. Meine Lungen schmerzten vom ganzen Rauch in der Luft!  

So vergingen Stunden. Plötzlich sah ich eine Elchkuh mit zwei Kälbern die Straße überqueren. Bis ich jedoch meine Kamera aus der Tasche holte waren sie schon wieder in den Büschen.  

Man hasse ich Radfahren in dieser Beziehung, ewig verpasse ich gute Fotomöglichkeiten weil ich keinen Platz am Trike habe um die Kamera so zu montieren das ich sie schnell auspacken kann ...

Irgendwie verliere ich vorne rechts Luft im Reifen, da muss ich bei Gelegenheit mal nach schauen.

Und wieder ging es für Stunden durch eine eingenebelte Landschaft.  

Plötzlich sah ich einige Wohnmobile am Straßenrand parken. Es war ein Elch im See. Ein Deutsches Pärchen war schon fleißig am fotografieren.  

Na wenigstens einige Aufnahmen heute, wenn auch das Licht nicht gerade besonders war. Ich vermisse mein Teleobjektiv, ich konnte es wegen dem Gewicht ja nicht mitnehmen...

Gegen 18:00 erreichte ich Tok.  

Ich fuhr nach Fast Eddy's einem Restaurant bei dem man für 9,50$ so viel Salat und Früchte essen kann wie man will, na da habe ich natürlich richtig zugeschlagen, yiiiiiihhhhhaaaaaa........  

Ich war nach dem Essen so voll das ich kaum noch Trike fahren konnte....

Dann fuhr ich auf den Campground und duschte und reinigte meine Kleidung.

Endlich mal wieder saubere Kleidung....

Km 71,1

Reine Fahrzeit 5:49

Gesamtzeit 8:00

Zeit im Stand 2:11

Schnitt 12,2

Camp 20:00

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Kein Haar soll meine Aerodynamik verschlechtern...(lol) 

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Leider war die Elchkuh und ihre zwei Kälber schon im Wald verschwunden bis ich meine Kamera zur Hand hatte !  

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Hier würde es sich mal lohnen zu paddeln...

 

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Endlich mal ein klassisches Elchbild...  

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Der zur Familie der Hirsche gehörende Elch ist weltweit der größte Vertreter dieser Familie und von den zahlreichen geografischen Elch-Unterarten gilt der Alaska-Elch als der mächtigste: Ausgewachsene Männchen können eine Schulterhöhe von 190 cm, eine Länge von 320 cm und ein Gewicht von 820 kg erreichen.  

 

6 August 2009

               Heute ist Ruhetag!


Habe meine Ausrüstung noch einmal sortiert und das Trike gewartet. Die neue Kette macht immer noch Ärger, wenn das so weiter geht ziehe ich wieder die alte auf !

Ich habe den Schlauch vorne rechts geflickt, es war ein winziges Loch das den langsamen Luftverlust verursachte.

Gegen Nachmittag kamen zwei Motorradfahrer aus Deutschland. Es waren Katharina Herrmann und Thomas Kröger, sie sind schon einige Zeit unterwegs.  

Super nette Leute. Wir haben zusammen gecampt und am Abend gekocht.

Die beiden sind wirkliche Traveler. Es macht immer wieder Spaß gleichgesinnte zu treffen.   

 

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Ich bin froh das ich das DD-Tarp mit habe, denn es regnet nun des öfteren...  

 

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Katharina Herrmann und Thomas Kröger, sie sind schon einige Zeit unterwegs. Schaut doch mal auf deren Website unter:         

www.globusbiker.de    

7 August 2009

Ich habe noch gefrühstückt mit Katharina & Thomas und bin dann zum Visitor Center nach Tok gefahren und habe erst einmal zuhause angerufen.

Meine Mutter war froh endlich mal wieder ein Lebenszeichen von mir zu hören...

Bei bedecktem Himmel und viel Rauch in der Luft ging es weiter nach Tok Junction, dem Abzweig zum Top of the World Hwy.  

Von Anfang an ging es bergauf. Die Landschaft war im Rauch der Waldbrände gehüllt. Alles andere als gesund in so einer Waschküche zu fahren!  

Im Radio wurde immer wieder davor gewarnt sich sportlich zu betätigen, denn es wäre sehr schädlich für die Gesundheit!  

Na prima, nun geht das anscheinend immer so weiter mit dem Rauch. Ich hoffe ich werde wenigstens etwas von der Landschaft sehen können...

Irgendwie fühlte ich mich schlapp, dann noch die elend langsame Bergauffahrt, ich schlich so mit 2-5 Km die Berge hinauf und das bei immer dichter werdenden Rauch...

Gegen 15:30 und nach nur 34,2 km schlug ich mein Camp neben der Straße auf und ging sofort ins Zelt und schwubs war ich eingeschlafen.  

Erst gegen 19:35 wachte ich wieder auf.  

Hmmm, das ist kein gutes Zeichen wenn man regelrecht um fällt und sofort wie im Koma einschläft....

Am Abend wurde der Rauch noch viel dichter und es stank fürchterlich. Die Landschaft wirkte richtig gespenstisch.  

Es wird nun wieder dunkel Nachts. In Kombination mit dem Rauch, dem Gestank und der Stille hier, echt unheimlich ...  

Man kann jedes Geräusch Meilenweit hören. Es piepst und raschelt im Gebüsch, hin und wieder knackten Äste ...

Na wenigstens habe ich heute Nacht wohl endlich mal Ruhe, denn der Hwy hier wird nachts nicht viel befahren !

Km 34,2

Reine Fahrzeit 4:28

Gesamtzeit 5:23

Zeit im Stand 0:55

Schnitt 7,7

Camp 15:30

 

© Copyright by Ch. Breier

Nun geht es über den Top of the world Hwy auf bis zu 1200m nach Canada. Meine regendichte Hülle für den Anhänger ist nun, nach dem ich sie imprägniert habe endlich wirklich wasserdicht !  

© Copyright by Ch. Breier

Wieder nichts als Rauch, das ist nicht gerade gesund beim Radfahren...  

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Ich war fix und fertig, die Strecke führte nur noch bergauf....

 

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