Proviant

           

Yukon River © Copyright by Ch. Breier
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Ein Grundsatz jeder Expedition, bei der körperliches Arbeiten  (Paddeln, Radfahren etc.) im Vordergrund des Tagesablaufes  steht  ist :   

"Hat man genug und abwechslungsreich zu futtern dabei, streitet man sich mit dem Reisepartner nicht und die Laune im Team ist besser."    

Diese Erfahrung mussten schon sehr viele Expeditionen machen. Das gilt aber auch gleichermaßen bei Alleinreisenden... 

 

Als Anhaltspunkt kann man sagen das zum täglichen Grundbedarf von ca. 1700 kcal bei sportliche Leistung noch einmal zusätzlich ca. 2000 kcal dazu kommen.  Bei großer Kälte kann man temperaturbedingt noch einmal einen Zusatzbedarf von bis zu 2000 kcal extra einrechnen .    

Trike Alaska & Yukon © Copyright by Ch. Breier
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Ich habe auf meiner 2009 Liegerad Trike Tour  

bis zu 6500kcal verbraucht !

Nahrung und Trinkwasser nehmen auf Reisen einen sehr viel höheren Stellenwert ein als zuhause, ja es dreht sich sogar fast alles um das Essen und Trinken !   

Deswegen sollte man nicht sparen und für möglichst viel Abwechslung sorgen.  

Es gibt nichts schlimmeres als unterwegs zu wenig Nahrung zur Verfügung zu haben ! 

Denn dann lässt die Leistungsfähigkeit nach, das kann zu schweren Fehlern und Fehlentscheidungen  führen.  

Von der eigenen guten Laune und Spaß an der Reise bleibt dann auch nicht mehr viel übrig !  

Yukon River © Copyright by Ch. Breier
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    Deswegen mein Rat:

Lieber zu viel als zu wenig Lebensmittel einpacken!    

 

Yukon River © Copyright by Ch. Breier
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Sollte es doch einmal zu viel sein, dann findet sich gerade im Bush sehr schnell ein dankbarer Abnehmer für die übrig gebliebenen Lebensmittel.

Hungern auf Reisen ist meist ein Zeichen von schlechter Vorbereitung und Planung ! 

Es gibt aber natürlich auch Reisen auf den man ganz einfach wegen der Art und Weise wie und wo man reist ab und zu etwas Kohldampf schieben muss...

 

Yukon River © Copyright by Ch. Breier
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Ich habe extra keine Mengenangaben gemacht, da sicher jeder von Euch viel besser weiß was er in etwa verbraucht/benötigt !  Ich versuche möglichst viel Abwechslung in den Speiseplan zu bringen.  Man sollte unbedingt alle Sachen umpacken, um so weniger Müll während der Expedition zu produzieren ! 

In Alaska und Canada stehen natürlich auch Pilze, Beeren, Fische, Gänse und Enten auf dem Speiseplan.   

 

Yukon River © Copyright by Ch. Breier
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Sicherlich kann man auch etwas Fleisch (Elch,Bär,Biber,Robbe...) oder gar Räucherlachs  unterwegs von den Einheimischen kaufen. 

 

 

Meine Proviantliste, die aber stark von Reise zu Reise variiert !

Yukon River © Copyright by Ch. Breier
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Es gibt deutliche Unterschiede in der Zusammensetzung zwischen einer Winter und Sommer-Tour !  

Im Winter sollte der Fettanteil der Nahrung, wegen dem viel höheren Kalorienverbrauch wesentlich größer sein !  

 

            Zum Thema Trekking-Nahrung  

     Spart Euer Geld !  

Expeditionen im Boot oder mit dem Motorrad absolut überflüssig, einzig bei Rucksackreisen und bei Radreisen machen sie Sinn  !  

Ihr macht damit nur die Firmen  reicher  die  sich  mit  dem  Zeug  und  ihren  absolut überhöhten  Preisen  eine  goldene  Nase  verdienen !

Ein  zwei  Tüten  für  das  Survival - Kit  ist  ja OK aber mehr benötigt  kein  Mensch !

Kauft Euch möglichst vor Ort frische Lebensmittel.

Schmeckt  besser ist viel gesünder und  spart  vor  allem  eine  Menge  Geld !

Tüten-Gerichte wie z.B von Maggi oder Knorr sind viel billiger, schmecken und machen satt, für den Bruchteil des  Preises  der  Trekking  Nahrung !

(wenn auch nicht gerade gesünder ... ) 


 


 

Das  einzige  was  ich  Euch wirklich  empfehlen  kann  ist   Cathay Pemikan  einzupacken,  da stimmt  der  Preis / Nutzen !    


 

Pemmikan ist die Energiebombe für Nordland reisende und gehört zu den nahrhaftesten Lebensmitteln überhaupt. Es gibt verschiedene Pemmikan-Versionen, sie enthalten hochkonzentrierte Nährwerte und können über lange Zeit als einziges Nahrungsmittel dienen, ohne daß es zu Mangelerscheinungen kommt. Pemikan kann roh gegessen werden, gebraten oder gekocht.  

 

Trail Snacks 

 

Der Trail Snack ist für den kleinen (meistens GROSSEN..) Hunger zwischendurch, er gibt einem die verbrauchte Energie rasch zurück. 

Bei körperlich anstrengender Aktivität in Wind und Wetter ist die Bedeutung solcher kleinen Snacks für die Erhaltung der Leistungsfähigkeit kaum zu unterschätzen.

Der Nachschub an Kohlenhydraten sollte unterwegs möglichst rasch kommen. Je länger man den Körper darauf warten läßt, umso länger braucht er dann zur Regeneration, in wenigen Tage kann er dann über die Hälfte seiner Leistungsfähigkeit verlieren. 

Das  bedeutet nicht nur, daß man sich unterwegs viel schlapper fühlt, sondern damit wird auch das Risiko einer Unterkühlung stark erhöht ! 

Die kleinen Trail Snacks unterwegs sind also lebenswichtig und müssen anständig Kohlenhydrate enthalten, hauptsächlich an Fruchtzucker, der rasch ins Blut übergeht sowie Mineralien die die Verluste durchs Schwitzen ersetzen. 

Ideal sind also Trockenfrüchte und Müsli/Müsliriegel mit etwas Fruchtanteil.  

Man trägt/lagert sie  am besten so daß sie bei jeder Rast schnell griffbereit sind. 

 

Diese Liste ist auf Bootstouren abgestimmt, bei Radtouren muss man sich natürlich etwas einschränken (leider) !  

 

Whey Protein (Eiweißpräparat)  

Das Whey Isolat wird aus Molkeprotein erzeugt und gilt heute als das beste Protein für den Muskelaufbau. Whey Protein Isolat ist ein Molkeeiweiß und höchstanaboles Protein mit biologischer Wertigkeit und schneller als normales Whey Protein.  

Wichtig bei Einnahme von Protein Shakes, viel Trinken !

 

Multivitamin/Mineral

Pemmikan   

Ovomaltine

Jerky - Trockenfleisch  

Pfannkuchenmix   

Haferflocken 

Ahornsirup für die Pfannkuchen

Honig, ich nehme schon seit Jahren keinen schädlichen Zucker mehr !  

Vollkornweizenmehl  

Trockenhefe  

Backpulver  

Puddingpulver (gemixt mit Milchpulver)  

Saucen Pulver  

Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Curry...  

Maggi Würfel (Brühe)  

Kaffee  

Tee  

Trinkschokolade  

Trinkpulver in diversen Geschmacksrichtungen  

Kartoffelbreipulver  

Fertiggerichte wie Maggi, Knorr u.s.w.(sind viel billiger als spezielle Trekkingnahrung. 

Tütensuppen  

Trockengemüse  

Spagetti  

Nudeln  

Vollkornreis  

Senf  

Konzentriertes Tomatenmark  

Ketchup damit kann man alles retten... (lol)  

Mayonnaise hält sich im Faltboot sehr lange !  

Butter in der Tuben-Flasche  gibt es in den USA und Canada  

Parmesan Käse lecker auf Nudeln

(Voll)Milchpuler  

Eipulver  

Erdnussbutter  

Nutella  

Marmelade  

Marzipan ( eine wahre Energiebombe)  

Gummibärchen  

Diverse Schokoriegel, zwar etwas zu viel Zucker, aber manchmal braucht die Seele es...  

Energie Riegel  

Müsli Riegel  

Studentenfutter  

Bio Müsli /Riegel

Rosinen /Prima um in das Bannok einzumischen !  

getrocknet Bananenchips  

Diverse Trockenfrüchte  

Nüsse  

Ascorbinsäure Pulver (Vitamin C) sehr gut als Essigersatz für Salate zu gebrauchen!  

Käse

Kartoffeln  

Möhren  

Knoblauch  (Ich schneide frischen Knoblauch in kleine Stücke und gebe ihn ein einen Schraubbehälter mit Öl!)   

Zwiebeln  (Auch diese kann man kleingeschnitten in Öl legen ! )  

Kalt gepresstes Olivenöl ist anders als die meisten anderen Pflanzenöle, die durch Raffinierung hergestellt werden, ein reines Naturprodukt. Es wird trotz seines relativ geringen Anteils an mehrfach ungesättigten Fettsäuren von Ernährungswissenschaftlern empfohlen. Kalt gepresstes Olivenöl setzt sich aus 77 % einfach ungesättigten, 9 % mehrfach ungesättigten und 14 % gesättigten Fettsäuren zusammen.  

Geräucherter Speck ( in luftdichten Dose verpackt)  

Baked Beans  

Dosen Mais  

 

Grundsubstanzen der Nahrung

 

Yukon River © Copyright by Ch. Breier
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Die Kohlenhydrate:

 

Sind vor allem in  Mehlprodukten, Brot, Müsli, Reis, Obst sowie in jeder Art von Zuckern. Bei der Verdauung erfolgt der Abbau zu Traubenzucker /Glukose und den Übergang in das Blut, dann erfolgt die Energielieferung/Speicherung in Form von Glykogen. Die Glykogenreserven sind zu zwei Dritteln in der Muskulatur, zu einem Drittel in der Leber enthalten und können bei Trainierten die zwei bis dreifache Menge derer von Ungeübten betragen Je nach Trainingszustand bis zu ca. 2000 kcal !  

 

Die Fette:

 

Sind vor allem in Öl, Margarine, Nüssen, Butter, Käse, Wurst und fettem Fleisch. Die wasserfreien und daher gewichtssparenden Fettreserven des Menschen sind der größte Energiespeicher mit ca. 50 000 kcal. 1 g Fett erzeugt 9 kcal und hat daher den mit Abstand besten Wirkungsgrad, benötigt aber viel mehr Sauerstoff zur Verbrennung. Daher, Fette sind unökonomischer sowie schwer verdaulich und für Sommer-Touren weniger empfehlenswert als Kohlenhydrate. Bei harten Wintertouren ist es aber eher genau umgekehrt !  

 

Das Eiweiß:

 

Ist vor allem in Fleisch, Milch, Eiern, Käse. Der Eiweißspeicher wird nur im Notfall für den Betriebsstoffwechsel herangezogen, ist aber sehr wichtig für den Baustoffwechsel. Eiweiße sind die Grundbausteine der Muskelfasern, Gerüst undSchutzsubstanzen der meisten anderen Gewebe und sind am Aufbau von Enzymen, Hormonen, Blutbestandteilen und Antikörpern beteiligt.  

1g Eiweiß ergibt ca. 4 kcal Energie. Eine Zugabe von Eiweiß in Form von speziellen Protein Drinks ist auf Expeditionen von sehr großem Vorteil !  

 

Die Vitamine:

 

Vitamine dienen der Regulation aller unsere Stoffwechselvorgänge im Körper, so daß ihr Verbrauch bei sportlicher Tätigkeit enorm ansteigt.  

Wichtig für Sportler oder Reisende ist eine Vollwertkost mit hohem Nährwert. Bei kürzeren Unternehmungen besteht keine Gefahr eines Vitaminmangels, ausgewogene Mischkost ist normalerweise völlig ausreichend.

Multivitamintabletten sind dagegen bei stark erhöhter körperlicher Aktivität und verminderter Frisch-verpflegung, bei überwiegender Konserven und Trockennahrung während langer Expeditionen mehr als sinnvoll.

Vitamin C (Ascorbinsäure) hat eine sehr vielfältige Wirkung und aktiviert unter anderem das Abwehrsystem. Deshalb sind erhöhte Tagesmengen bei Expeditionen vorbeugend zur Steigerung der Widerstandskraft gegen Infektionen sehr sinnvoll.

 Durch Vitamin C soll angeblich auch eine Verbesserung der Sauerstoffverwertung in der Muskulatur erfolgen. 

 

  Das ideale Leistungsgewicht  

 

Das ideale Leistungsgewicht eines gut trainierten Reisenden  kann  in  etwa  durch  die  Formel. " Körpergröße in cm - 100 - 10 % "   berechnet  werden.  

Yukon River © Copyright by Ch. Breier
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Wobei  ich ganz ehrlich sagen muss das ich diesen  Wert  immer  erst nach der Reise erreiche... lol ... !   

Bei Antritt meiner Expeditionen bin ich immer ca. 10-15 KG über dem Wert, dafür kann ich dann aber während der ersten 4-6  Wochen  sehr  gut  von  meinem  Körperfett  leben ...    

 

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, mindestens  30 Gramm Ballaststoffe täglich zu essen.  

 


    Ballaststoffe fördern die Gesundheit

 

Ballaststoffe sind pflanzliche Fasern mit vielen guten Eigenschaften: Unter anderem regulieren sie die Verdauung, dämpfen den Hunger und halten den Blutzucker- und Cholesterinspiegel in Schach. Zudem beugen sie Darmkrebs, Diabetes und Arterienverkalkung vor. Wer  sich ballaststoffreich ernärt  tut also gleichzeitig der Gesundheit etwas Gutes. Besonders viele Ballaststoffe stecken in Vollkornbrot, Müsli und Hülsenfrüchten, Leinsamen, Sojabohnen, Mandeln, Haferflocken, Vollkorn Nudeln. Aber auch Beerenobst, Trockenfrüchte und einige Gemüsesorten sind gute Ballaststoff - Lieferanten.  

Wer ballaststoffreich isst, sollte jedoch eines beachten:  

Faserstoffe quellen im Magen und Darm auf und entziehen dem Verdauungssystem Wasser. Daher ist es sehr wichtig, genügend zu trinken. Insbesondere bei Leinsamen, Trockenfrüchten und Vollkornprodukten kann es ansonsten zu Verstopfung und unangenehmen Bauchkrämpfen kommen. Wählt am besten kalorienarme Durstlöscher wie Wasser, Tee oder verdünnte Saftschorlen.  

 

         Haferflocken  

sind absolute Alleskönner und eine ideale Ernährung die auf keiner  Expeditionen fehlen darf !  

 

 

Hafer war bis ins 19. Jahrhundert eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel und allseits bekannt für seine heilende Wirkung.  

 

Haferflocken sorgen für mehr Energie:

 

Hafer kann mit einer Reihe von Variationsmöglichkeiten auftrumpfen: Haferflocken, Haferbrei, Haferkleie, Haferbrot und Haferkekse, die Möglichkeiten dieser Getreideart für die Ernährung sind vielfältig. Zusätzlich gilt Hafer ernährungsphysiologisch als wertvollstes Getreide. Das liegt vor allem an seinem hohen Eiweiß- und Ballaststoffgehalt sowie anden enthaltenen Mineralstoffen und den Vitaminen B1 und E. Diese Kombination sorgt für einen geregelten Blutzuckerspiegel und ein starkes Immunsystem. Vor allem Sportler können von dieser natürlichen Energiezufuhr gebrauch machen.

 

Hafer unterstützt auch die Hautgesundheit:

 

Die in den Haferflocken enthaltenen B-Vitamine sorgen nicht nur für mehr Power, sondern zusammen mit Spurenelementen wie Zink, Mangan und Kupfer auch für starke Fingernägel und reine gesunde, schöne Haut. Bereits 40 Gramm Haferflocken decken 20 Prozent des Tagesbedarfs an Zink und Kupfer.

 

Schon Oma wusste, Haferflocken helfen bei Magen-Darm-Beschwerden:

 

Haferflocken gelten bis heute als bewährtes Hausmittel. Vor allem bei Magen-Darm-Krankheiten können sie Beschwerden lindern. Die in den Haferflocken enthaltenen unverdaulichen Ballastoffe halten den sauren Magensaft von der Schleimhaut wie eine Schutzschicht fern. Auch der Anteil am LDL-Cholesterin im Körper kann durch den Verzehr von Haferflocken gesenkt werden. Darüber hinaus kurbelt aufgekochter Haferbrei mit Wasser oder Milch die Verdauung an.

Haferflocken machen auch nicht dick : 

Haferflocken enthalten zwar viele Kalorien, machen aber nicht unbedingt dick. Sie liefern viel Energie, machen dabei aber auch lange satt. Das liegt vor allem an den enthaltenen Ballastoffen.  

 

Ballaststoffe sind pflanzliche Fasern mit vielen guten Eigenschaften:  

Unter anderem regulieren sie die Verdauung, dämpfen den Hunger (sogar erheblich!) und halten den Blutzucker  und Cholesterinspiegel in Schach.

Also alles sehr gute Gründe auf Expeditionen einen großen Vorrat an Haferflocken dabei zu haben! 

Für mich gemixt mit Rosinen, Nüssen und Honig eine meiner Leibspeisen  !   

 

 

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Only those who risk going too far, will discover how far they can go !

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